"Saiten, Tasten und die Zeit"
Die Viola – warm, tiefgründig und oft im Schatten anderer Soloinstrumente – steht im Mittelpunkt eines besonderen Konzertabends. David Schmitz (Bratsche) und Nicolai Dembowski (Klavier) widmen sich dem intensiven Dialog zwischen Saite und Taste und spannen einen Bogen über drei Jahrhunderte Musikgeschichte.
Den Auftakt bildet die Aufführung der Sonate für Viola und Klavier (2025) von Nicolai Dembowski – ein zeitgenössisches Werk, das die Ausdrucksmöglichkeiten beider Instrumente neu auslotet. Mit Paul Hindemiths Sonate op. 11 Nr. 4 aus dem Jahr 1919 folgt ein Meilenstein des Viola-Repertoires: kraftvoll, kantig und von großer rhythmischer Energie.
Nach der Pause öffnet sich der Blick in die Barockzeit mit Johann Sebastian Bachs Sonate G-Dur BWV 1027, ursprünglich für Viola da gamba und Cembalo – ein Werk von zeitloser Klarheit und innerer Ruhe. Den Abschluss bildet Rebecca Clarkes Sonate für Viola und Klavier, ebenfalls 1919 entstanden: ein zutiefst persönliches, emotional aufgeladenes Werk zwischen Spätromantik und Moderne.
Ein Konzertabend im KulturBadehausBurscheid voller Kontraste, Nähe und musikalischer Gespräche – von barocker Eleganz bis zur Gegenwart.