„Adams Acht“ erzählt die wahre Geschichte einer sportlichen Sensation: Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom gewinnt der sogenannte „Ruderprofessor“ Karl Adam mit seinem Achter überraschend die Goldmedaille für Deutschland — als absoluter Außenseiter. Noch vier Jahre zuvor schien ein solches Wunder undenkbar. Das beschauliche Ratzeburg, direkt an der Grenze zur DDR gelegen, spielte im deutschen Rudersport kaum eine Rolle. Der Sport selbst galt als elitär und war fest in den Händen konservativer Funktionäre. Adams Ruderteam ringt nicht nur mit körperlichen Grenzen, sondern auch mit den ideologischen Spaltungen der Nachkriegszeit, mit alten Schuldfragen und neuen Grenzen im Schatten des Kalten Krieges. Vor allem Ruderer Hans Lenk gerät in einen inneren Konflikt, denn Rudern kann er nur im Westen – doch seine große Liebe Ulla lebt in der DDR. Nur wenige Kilometer entfernt, auf der anderen Seite des Ratzeburger Sees, doch getrennt durch eine Grenze, die immer unüberwindbarer wird. Gleichzeitig muss er sich mit Teamkollegen auseinandersetzen, die noch im Gestern verhaftet sind. Lenks Zweifel wachsen. Und auch Karl Adam muss erkennen, dass sich seine Vergangenheit, die er eigentlich vergessen will, nicht so einfach abschütteln lässt. Als Newcomer unter den Ruder-Trainern wird Adam mit seinen unkonventionellen Ideen, technischen Innovationen und neuartigen Trainingsmethoden zunächst belächelt. Doch er sieht in seiner Mannschaft etwas, das sonst niemand erkennt. Und einige versuchen sogar, seinen Erfolg zu sabotieren. Der Weg nach Rom ist kein leichter …