Früher liefen sie im Club. Heute fragt Spotify: „Meintest du vielleicht Nirvana?“ Es gab eine
Zeit, da war „Alternative“ noch keine Playlist mit 37 Millionen Followern. Eine Zeit, in der
Grunge gerade erst aus dem Keller kroch, Crossover plötzlich Rap und Metal zusammenwarf
und noch niemand wusste, dass man das Ganze irgendwann Nu Metal nennen würde. Eine
Zeit, in der man zu Mudhoney, Dinosaur Jr., Helmet, Suicidal Tendencies, Monster Magnet,
Soundgarden, Slayer, Faith No More, Prong oder Smashing Pumpkins tatsächlich auf die
Tanzfläche ging. Und genau dahin wollen wir zurück.
JUDGEMENT NIGHT holt die Songs aus den Plattenkisten, die früher in den Clubs
selbstverständlich waren – und die heute auf den üblichen 90er-Partys ungefähr so
wahrscheinlich sind wie Slayer auf einer Ü30-Schlagerparty. Wir graben tief. Grunge.
Alternative Rock. Crossover. Punk. Hardcore. Metal. Stoner Rock. Früher Nu Metal. Und
alles, was dazwischen ordentlich Krach gemacht hat. Von Mudhoney bis Korn, von Dinosaur
Jr. bis Slayer, von Blind Melon bis Biohazard, von Temple of the Dog bis Monster Magnet.
Songs, bei denen die einen sofort sagen: „SCHEISSE! Das habe ich seit 30 Jahren nicht mehr
gehört!“…und die anderen: „Was zur Hölle ist DAS denn?“
Also: Chucks aus dem Keller holen, Flanellhemd suchen, Bandshirt überstreifen und schon
mal ausprobieren, ob die Knie noch einen Abend auf der Tanzfläche durchhalten.
Ein kleiner Vorgeschmack darauf, was euch erwartet:
1. Biohazard & Onyx – Judgement Night
2. They Might Be Giants – Birdhouse in Your Soul
3. Bad Brains – Soul Craft
4. Blue Manner Haze – By Any Means
5. Bad Religion – Sanity
6. Faith No More – Zombie Eaters
7. Levellers – World Freak Show
8. Slayer – Skeletons of Society
9. Alanis Morissette – You Oughta Know
10. Monster Magnet – Nod Scene
11. Nirvana – School
12. Pearl Jam – Even Flow
13. Prong – Beg to Differ
14. Nomeansno – The Tower
15. Phantoms of Future – Sun
16. The Smashing Pumpkins – Today
17. Soundgarden – Hands All Over
18. Soul Asylum – Somebody to Shove
19. Dinosaur Jr. – Freak Scene
20. Jingo de Lunch – Cursed Earth
20 Songs sind natürlich viel zu wenig. Denn irgendwo zwischen 1988 und dem Ende der 90er
liegen noch verdammt viele Stücke herum, die nur darauf warten, endlich wieder aus den
Boxen eines Clubs zu kommen.