Es ist kurz vor Mitternacht, als sie den Wagen auf die leere Autobahn lenkt. Regen peitscht gegen die Windschutzscheibe, die Fahrbahn verschwindet im Dunkel. Hinter ihr liegt ein Wochenende, nach dem nichts mehr ist wie zuvor: Die Beziehung zu Martin ist vorbei, ihre berufliche Zukunft ungewiss. Und dann ist da diese Schwangerschaft. Drei Tage bleiben ihr, um zu entscheiden, ob sie das Kind bekommen will. Drei Tage, in denen sie sich den Erwartungen anderer stellen muss, ihren eigenen Ängsten, ihrem Wunsch nach Freiheit, Liebe und Selbstbestimmung. Im Gespräch mit ihrer besten Freundin Hülya, im Ringen mit sich selbst, verdichtet sich alles zu einer einzigen Frage: Wie findet man heraus, was man wirklich will?
Mitreißend ehrlich erzählt Miriam Olbrisch in ihrem Debüt von der Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen, von weiblicher Freundschaft als Rettungsanker – und von dem Mut, den eigenen Weg zu gehen.